Ruf der Wale

 RUF DER WALE
 Reisen zu freien Walen und Delphinen
Michelle E. Naumann
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Berichte

RUF DER WALE Reise vom 26.06. - 03.07.2010

Am Samstag, den 26.6.2010 kommen sechs junge Frauen auf der Azoren-Insel Pico an, welche sich auf die Reise gemacht haben, um die Wale und Delphine in ihrer Heimat, dem Atlantik, zu besuchen. Vier Länder sind vertreten, die Schweiz, Österreich, Deutschland und Portugal, wo wir uns treffen.

Interessanterweise sind wir alle etwa im gleichen Alter, man hatte das Gefühl, das wir uns schon lange kennen, es war, als haben sich gute alte Freunde, Seelenverwandte, getroffen.

Jeder Tag war ein Vergnügen, morgens Yoga am Meer, anschließend das gemeinsame Frühstück und dann das Highlight, die Begegnungen mit unseren Freunden im Meer.

Frauen treffen sich auf der Azoren-Insel Pico an

Gleich bei unserer ersten Ausfahrt werden wir von den Streifendelphinen begrüßt, eine Pottwal-Mutter mit ihrem Kind und einer Pottwal-Tante liegen vor unserem Boot.

Streifendelphinen, Pottwal-Mutter mit ihrem Kind

Dann besuchte uns eine große Familie Delphin Commun. Jede Ausfahrt war auf ihre Art ein unbeschreibliches Erlebnis. Zwei ganz außergewöhnliche Begegnungen möchten wir hier näher beschreiben. Es war eine ganz spezielle Atmosphäre auf dem Meer, es war spiegelglatt und schimmerte in verschiedenen Blautönen.

Wir waren das einzige Boot auf dem weitem Ozean, begleitet von einer Gruppe Delphin Commun.

Plötzlich waren alle Delphine verschwunden und von einem Augenblick zum anderen eine seltsame Stille um uns, welche fast mystisch anmutete. Wir bemerkten einige Meter vom Boot entfernt eine Sichel aus dem Wasser ragen.

Langsam näherten wir uns bis auf ca. 2 m Abstand und sahen einen Mondfisch. Normalerweise sehr scheu, schien dieser unseren Kontakt zu wünschen. Zwei von uns begaben sich zu ihm ins Wasser. Da war er, rund wie der Mond, sein Durchmesser betrug ca. 2m. Er strahlte unglaubliche Ruhe und Frieden aus.  Manchmal legte er sich etwas in die Seitenlage um uns besser in die Augen schauen zu können.

wir waren uns so nahe, das wir ihn hätten berühren können, aber es genügte uns, wie sehr er unsere Herzen berührte. Man hatte das Gefühl, einer sehr alten, weisen Seele zu begegnen. Die Sanftmut, die er ausstrahlte, die Zeit blieb stehen. Wie im Traum schwebten wir neben diesem uraltem Wesen, welcher wie ein Außerirdischer auf uns wirkte.

Als wir zurück zum Boot schwammen, waren wir in einem solch extatischem Zustand und lachten so herzhaft und ausgelassen, als ob er uns hypnotisiert hät. In den folgenden Tagen sprachen wir viel von unserem lieben alten Freund, dem Mondfisch.

Mondfisch

Wir hatten das Gefühl, einem lieben Urgroßvater oder -mutter begegnet zu sein. Interessant ist auch, das dieser Fisch normalerweise sehr scheu ist und nicht so oft gesehen wird. Noch seltener ist es, das man direkt mit ihm zusammen sein kann. Im Deutschen sagt man Mondfisch und im Englischen Sunfish. Er scheint in sich Sonne und Mond zu vereinen, das männliche Prinzip der Sonne und das weibliche Prinzip des Mondes bilden in ihm ein harmonisches Verhältnis. Eines der wichtigsten Themen der Planetenkonstellation, von der wir berichteten.

Es folgten viele weitere sehr schöne Begebenheiten, hier noch eine besonders außergewöhnliche unter all den außergewöhnlichen. Unsere letzte Ausfahrt war angebrochen.

Wir fuhren weit hinaus aufs Meer. Es begleitete uns eine riesengroße Gruppe Delphin Commun, ca. 800 bis 1000 an der Zahl.

Wir wussten nicht wohin wir schauen sollten, es war als seien sie gekommen, um sich von uns zu verabschieden. Lange Zeit fuhren wir so mit ihnen gemeinsam über das Meer. Dann verlangsamten die Delphine ihr Tempo und umkreisten das Boot.

   

Wir gingen zu ihnen ins Wasser, sie waren neben, vor, hinter und unter uns, und wir hörten ihre überirdisch schönen Gesänge und sahen in ihre liebevollen Augen.

Wir waren in ihrem Kreise, sie nahmen uns für einen Moment in ihre Familie auf ... und wir fühlten uns sehr wohl, ein Gefühl tiefer Liebe und Geborgenheit und eine unbeschreibliche Freude begleitete uns.

Als wir alle wieder im Boot waren, begleiteten sie uns weiter. 

Aber auch zu Lande hatten wir wunderschöne Erlebnisse. Am 28.7.2010 feierten die Einheimischen das Fest San Pedro und wir waren herzlich eingeladen, zu Musik, Tanz und gutem Essen.

   

Am Tag darauf waren wir zum traditionellen Sopas-Essen in der Philharmonie eingeladen, an dem ca. 500 Einheimische teilnahmen.

Yoga, kleine Meditationen und Vorträge rundeten unser Programm ab sowie unsere Wanderung zum Walbeobachtungs-Turm.

Am letzten Tag starteten wir zu unserer Inselrundfahrt, mit Besichtigung der Süßwasser-Seen, eines Teiles von Mont Pico, einer Höhle, welche nur den Einheimischen bekannt ist und ... einem excellenten Abendessen mit dem berühmten Lava-Wein, der früher nur an Königshäuser geliefert wurde.

Alle waren sehr glücklich und dankbar, für all die wunderbaren Erlebnisse dieser Woche.

Große Veränderungen haben bei jedem einzelnen Reiseteilnehmer stattgefunden, und alle fühlten sich bei ihrer Abreise, wenn auch mit einer Träne im Auge, wie neu geboren.

 

 

 

Wanderung zum Walbeobachtungs-Turm
   
Reiseteilnehmer

In dieser Woche gesichtete Meeresbewohner:

Calheta-Calheta Meeresschildkröte,
Fliegender Fisch,
Mondfisch,
springender Fischschwarm, Pottwale,
Pilotwale,
Entenwale,
Streifendelphine, Fleckendelphine Delphin Commun,
Große Tümmler,
Rissos.

 

 

 

 

 

 

 

RUF DER WALE Azoren-Reisen August/September 2010

Obwohl das Jahr recht bewegt begann, Vulkanausbruch in Island, Ölkatastrophe in Mexico etc. haben sich einige Menschen auf den Weg gemacht, um dem RUF DER WALE zu folgen. Und sie sind reichlich dafür belohnt worden. Es haben sich in unseren kleinen Gruppen wieder sehr interessante und liebenswerte Menschen zusammen gefunden im Alter von 12 bis 72 Jahren. Alle hatten die gleiche Intension, nämlich eine enge Verbindung zu den Walen und Delphinen aufzubauen und mit ihnen in Kontakt zu treten.

Durch das herzliche Verhältnis unter den Reiseteilnehmern und die enorm positive Gruppendynamik kam es wieder zu ganz außergewöhnlichen Begegnungen, die mit Worten nicht zu beschreiben und deren Tragweite mit dem Verstand schwer zu verstehen sind.

Wir hatten in unserem Reisebericht vom Juni von einer ganz speziellen Planetenkonstellation gesprochen, welche „zufällig“ auf den Beginn der damaligen Reise, den 26.6.2010, fiel. Es handelte sich um ein Astrologischen Kreuz, welches nur alle ca. 2000 Jahre am Himmel erscheint, genannt Kardinale Klimax.

Ein Aspekt dieser Planetenkonstellation beinhaltet, das Weibliche und Männliche in uns und um uns in Ausgeglichenheit und Harmonie zu bringen. Denn nur wenn diese beiden Kräfte in einem harmonischen Verhältnis sind, kann es glückliche, ausgewogene Beziehungen und Frieden auf Erden geben.

Ausfahrt vom 7. September 2010

Eine kleine Gruppe Großer Tümmler gesellte sich zu uns. Es war deutlich zu spüren, dass sie etwas unruhig sind. Sie kamen und gingen im ständigen Wechel. Immer wieder versuchten wir mit ihnen in Kontakt zu kommen, was uns nur kurzzeitig gelang.

 
   

Durch Funk wurde durchgegeben, das sich in einigen Seemeilen Entfernung mehrere Wale aufhielten. Bei einer konventionellen Ausfahrt, wäre der Kapitän sofort zu den Walen geeilt. Die Reiseleitung entschloss sich jedoch dazu, bei der Gruppe Großen Tümmler zu bleiben, was eine gute Entscheidung war, wie sich später herausstellte.

Die Tümmler begleiteten uns weiterhin,  nach wie vor etwas unruhig. Als wir in einiger Entfernung eine weitere Gruppe Große Tümmler auf uns zukommen sahen, wussten wir den Grund für ihr Verhalten.

Diese Gruppe war gerade nach langer Reise auf den Azoren angekommen. Wir durften an einer solch herzlichen Begegnung mit unbeschreiblicher Wiedersehensfreude teilhaben, die uns alle tief berührte.


Sie sprangen im Kreis, umrundeten sich mehrere Male und waren ganz außer sich, auf ekstatische Weise verliehen sie ihrer Freude Ausdruck. Dann sprang einer der Delphine ca. 1 m direkt vor unserem Boot senkrecht aus dem Wasser, schaute uns an, wackelte mit seiner Fluke und lies sich mit seinen etwa 600 kg Gewicht wieder zurück ins Wasser fallen, während dessen er uns seinen speziellen Gruß in Form einer Ganzkörperdusche zukommen lies.

Als sie sich einige Minuten begrüßt hatten, kamen sie alle gemeinsam zu uns zum Boot und begrüßten uns auf ebenso herzliche Art. Ihre Freude sprang über und unsere Herzen waren erfüllt von Glück und Dankbarkeit.

 

Noch völlig benommen von der herzlichen Begrüßung, sahen wir ihn bereits wieder vor dem Boot aus dem Meer emporsteigen und nach wenigen Sekunden ins Wasser zurückfallen.

Das ganze wiederholte sich viermal. Es blieb wenig Zeit zum Überlegen, denn die Delphine schwammen weiter.

Wieder schienen sie ein Ziel zu haben. Wir begleiteten sie, während dessen sie permanent Freudensprünge neben dem Boot vorführten.Es blieb wenig Zeit zum Überlegen, denn die Delphine schwammen weiter. Wieder schienen sie ein Ziel zu haben.

Wir begleiteten sie, während dessen sie permanent Freudensprünge neben dem Boot vorführten.

Nach all den wunderbaren Erlebnissen hätten wir nicht zu träumen gewagt, dass es noch eine Steigerung geben könnte. Doch die Delphine sind immer für eine Überraschung gut.

Wir sahen, das sie erneut auf etwas zusteuerten. In der Ferne war etwas zu erkennen, das, was unser nächstes Ziel sein sollte.

Sie führten uns zu einer Waldame, zu einem sehr sehr alten Pottwal-Weibchen.
Kaum waren wir in ihrer Nähe, räumten die Delphine das Feld und waren verschwunden.

 

Da lag sie, unglaublich erhaben, voller Güte und Weisheit. Ihre Haut war von kleinen weißen Flecken bedeckt und sie pustete ihren göttlichen Odem gen Himmel. Wir waren sehr beeindruckt und es gibt keine Worte, mit welchen man dieses Gefühl beschreiben könnte. Mit Ehrfurcht und Hingabe bewunderten wir sie und wussten, dass dies kein Zufall war. Es schien einen bestimmten Grund dafür zu geben, das die Delphine uns zu ihr geführt hatten.

Währenddessen wir wie im Traum auf sie blickten, drehte sie plötzlich ihren ca. 17 m langen Körper und steuerte direkt auf unser Boot zu. Kurz vor dem Boot legte sie sich auf die Seite, so das wir ihr Auge sehen konnten. Sie schwamm sehr nahe am Boot vorbei und blieb wieder ruhig liegen.
Der Berg-Geist von Mount Pico schaute zu. 

Dann waren die Delphine wieder bei ihr, als würden sie etwas besprechen. Kurz darauf kamen sie nochmals alle gemeinsam ganz nahe zu uns, bevor die alte Dame sich verabschiedete und zu ihrem Flug in die Tiefe des Meeres ansetzte. Zum Abschied winkte sie mit ihrer imposanten Schwanzflosse.

Das Meer wurde von einer unglaublichen Atmosphäre eingehüllt.

Wie ein Sog wurde ich ins Meer gezogen und fragte die Reiseteilnehmer, wer mit ins Wasser gehen möchte. Kurz darauf waren wir alle gemeinsam in dem Wasser, wo sie uns ihren Segen hinterlassen hat.

Es war wie eine heilige Taufe und jeder Tropfen des Ozeans schien mit Informationen göttlicher Weisheit erfüllt.

Im Jahre 2007 anlässlich des von der Uno zum Jahr der Delphine erklärten Jahres, schrieb ich einen Artikel für einen Journal. In diesem Artikel heißt es:

„Seit Beginn der Menschheit verzaubern uns die Delphine mit ihrer anmutigen Schönheit und Liebenswürdigkeit . Sie sind das Sinnbild der reinen Liebe und verkörpern die weibliche, mütterliche Energie in höchster Vollendung. Vielleicht ist das der Grund, warum sich ganz besonders Frauen und Kinder zu den Delphinen hingezogen fühlen.

Die Wale, mit ihrer beeindruckenden Größe und Stärke versetzen uns mit ihrer unbeschreiblichen Kraft und Weisheit in Erstaunen. Sie sind das Sinnbild des männlichen, väterlichen Prinzips, und wahrscheinlich zieht es deshalb auch die Männer mehr zu den großen Walen hin.“

Ein weiterer Artikel schildert, das die Delphine mit ihrer fast schon überirdisch anmutenden Lebensfreude und reinen, bedingungslosen Liebe unsere Herzen öffnen, damit dann, wenn dies geschehen ist, die Wale uns ihre Weisheit aus uralten Zeiten direkt hineinlegen können.

Wir hatten das Gefühl, das dies bei unserer Ausfahrt am 7.9.2010 geschah.

 Azoren Atlantis Walbeobachtung Kommunizieren Schwimmen mit freien Delphinen